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Beschluss vom 5. Juli 2016, Nr. 760
Tarifsystem und Benützungsbedingungen der Dienste des öffentlichen Personenverkehrs in Südtirol

Anlage A

TARIFSYSTEM UND BENÜTZUNGSBEDINGUNGEN DER DIENSTE DES ÖFFENTLICHEN PERSONENVERKEHRS IN SÜDTIROL

ABSCHNITT I
GRUNDZÜGE DES TARIFSYSTEMS

Artikel 1
Verkehrsverbund Südtirol

1. Der Verkehrsverbund Südtirol kennzeichnet sich durch den Zusammenschluss der verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel: Die Linienverkehrsdienste mit Bus, Trambahn, Seilbahn (Ritten, Jenesien, Vöran, Mölten, Meransen), auf fest installierten Anlagen (Mendel Standseilbahn, Rittner Trambahn) und die Eisenbahndienste auf den Strecken im Tarifbereich des Landes Südtirol sind in einem einzigen Tarif- und Fahrplansystem zusammengefasst.

2. Über das Verbundsystem hinaus kann der zuständige Landesrat, aufgrund von entsprechenden Vereinbarungen, besondere Tarife und Benützungsbedingungen genehmigen.

Artikel 2
Definitionen

1. Als Weg wird die Fahrt auf einer Strecke des öffentlichen Verkehrsnetzes bezeichnet, die mehrere Etappen und den Wechsel von Verkehrsmitteln beinhalten kann und folgende Bedingungen erfüllt:

a) der Zeitraum zwischen einer Etappe und dem Beginn der nächsten darf nicht mehr als 60 Minuten betragen;

b) die Ausstiegshaltestelle einer Etappe und die Einstiegshaltestelle der nächsten Etappe müssen in derselben Tarifzone (Umsteigezone) liegen;

c) das Ziel einer Etappe darf weder der Ausgangstarifzone noch einer der Umsteigezonen des bereits zurückgelegten Weges entsprechen;

d) mit jedem Anschluss laut Absatz 4 Buchstabe a) gilt der Weg als abgeschlossen.

2. Als Etappe wird die Fahrt mit demselben Fahrzeug bezeichnet. Im Bahnverkehr kann eine Etappe auch Umstiege zwischen Zügen beinhalten.

3. Eine Fahrt innerhalb einer Tarifzone (Tarifzonenfahrt) kann den mehrmaligen Wechsel von Verkehrsmittel beinhalten, unter der Bedingung, dass zwischen dem ersten und dem letzten Zustieg nicht mehr als 60 Minuten vergangen sind.

4. Als Anschlussfahrt versteht man:

a) eine Etappe innerhalb einer Tarifzone, die auf eine Etappe mit Start in einer anderen Tarifzone und Ziel in derselben Tarifzone im Abstand von nicht mehr als 60 Minuten folgt;

b) eine Etappe innerhalb einer Tarifzone, die um nicht mehr als 60 Minuten einer Etappe mit Start in derselben Tarifzone und Ziel in einer anderen Tarifzone vorausgeht.

5. Aus der Übersicht der Landestarifzonen, die vom zuständigen Landesrat genehmigt wird, gehen die einzelnen Tarifzonen, die zu jeder Tarifzone gehörenden Haltestellen und die Entfernungen zwischen den einzelnen Tarifzonen hervor. Die Entfernungen zwischen den Tarifzonen entsprechen im Wesentlichen der tatsächlichen Entfernung auf Straße oder Schiene, mit Ausnahme der touristischen Strecken zu Ausflugszielen, der Seilbahnen Ritten, Jenesien, Vöran, Mölten, Meransen und der fest installierten Anlagen (Mendel Standseilbahn, Rittner Trambahn), für die eigene (konventionelle) Entfernungen festgelegt werden. Die Tarifentfernungen für Seilbahnen und fest installierte Anlagen werden unter Berücksichtigung des Höhenunterschiedes und der Länge der Straßenverbindung festgelegt.

6. Der Begriff „Fahrschein“ wird als Überbegriff verwendet und beinhaltet alle Arten von Fahrkarten und Fahrausweisen.

7. Der Begriff „Fahrkarte“ wird für alle übertragbaren Fahrscheine und die personengebundenen Fahrscheine, die auf Magnet-Technologie basieren, verwendet.

8. Als Fahrausweis gelten alle namentlichen Fahrscheine.

Artikel 3
Fahrpreise/Allgemeines

1. Im Verkehrsverbund Südtirol gibt es zwei Fahrpreistypen:

a) Fahrpreis auf Kilometerbasis;

b) Fahrpreis für Zeitkarten, der unabhängig von den gefahrenen Kilometern definiert wird.

2. Der Fahrpreis auf Kilometerbasis ergibt sich aus den gefahrenen Tarifkilometern multipliziert mit den Kilometertarifen laut Absatz 4.

3. Jede Fahrt wird mit mindestens 10 Tarifkilometern berechnet.

4. Die Kilometertarife sind wie folgt festgelegt:

a) Einzelfahrkarte: 15 Cent pro Kilometer, aufgerundet auf die nächsten 50 Cent;

b) Wertkarte: 12 Cent pro Kilometer, aufgerundet auf den nächsten Cent;

c) Südtirol Pass: 12, 8, 3, 2, 0 Cent pro Kilometer, je nach Tarifstufe laut Artikel 7, aufgerundet auf den nächsten Cent;

d) Euregio FamilyPass: 10, 7, 2, 2, 0 Cent pro Kilometer, je nach Tarifstufe laut Artikel 8, aufgerundet auf den nächsten Cent.

5. Wenn der laut Absatz 4 Buchstaben c) und d) berechnete Tarif für die an einem Kalendertag mit den Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Südtirol zurückgelegten Tarifkilometer den Preis der „Mobilcard Erwachsene 1 Tag“ übersteigt, wird automatisch der Preis für die „Mobilcard Erwachsene 1 Tag abgebucht“. Die diesem Betrag entsprechenden, je nach Tarifstufe des Südtirol Pass Inhabers berechneten Tarifkilometer, werden auf dem Kilometerkonto gutgeschrieben.

6. Die Fahrpreise für Fahrscheine auf Bahnanlagen, mit Ausnahme der Fahrpreise für Einzelfahrkarten, werden aufgrund von konventionellen Tarifentfernungen berechnet.

7. Für Anschlussfahrten werden folgende Tarifkilometer berechnet:

a) in den Tarifzonen Bozen und Meran: 10 Tarifkilometer;

b) in den anderen Tarifzonen: 5 Tarifkilometer mit Südtirol Pass, 10 Tarifkilometer mit Wertkarte.

8. Auf in Südtirol ausgestellte Einzelfahrkarten für Zugfahrten mit Abfahrtsbahnhof in Südtirol und Ankunftsbahnhof südlich von Mezzocorona, sowie auf südlich von Mezzocorona ausgestellte Einzelfahrkarten mit Ankunftsbahnhof in Südtirol kommt der überregionale Tarif von Trenitalia zur Anwendung.

Artikel 4
Fahrscheine/Allgemeines

1. Im Verkehrsverbund Südtirol wird grundsätzlich unterschieden zwischen:

a) Fahrscheinen mit Kilometertarif;

b) Fahrscheinen auf Zeit mit Pauschaltarif;

c) kostenlosen Fahrscheinen.

2. Alle Fahrscheine müssen entwertet werden und zwar für jede einzelne Etappe. Die Entwertung erfolgt bei Antritt der Fahrt nach den in den folgenden Absätzen festgelegten Modalitäten.

3. Auf Verkehrslinien, deren Verlauf sich ausschließlich innerhalb einer Tarifzone befindet, ist die Angabe der Zielhaltestelle nicht notwendig.

4. Bei Fahrscheinen mit Pauschaltarif und kostenlosen Fahrscheinen dient die Entwertung der Gültigkeitskontrolle und der Erfassung der Fahrgastzahlen. Es muss keine Zielhaltestelle angegeben werden.

5. Fahrscheine laut Absatz 1 Buchstaben b) und c) können mit Zahlungsfunktion für zusätzliche Dienste ausgestattet werden. In diesem Fall muss der Entwertungsvorgang laut Absatz 6 Buchstabe b) durchgeführt werden.

6. Bei Fahrscheinen mit Kilometertarif und auf Verkehrslinien, die mehrere Tarifzonen durchlaufen, ist die Angabe der Zielhaltestelle notwendig:

a) bei Fahrscheinen mit Kilometertarif, die auf Magnet-Technologie basieren, wird die Zielhaltestelle bei Antritt der Fahrt eingegeben,

b) bei Fahrscheinen mit Kilometertarif, die auf Contactless – Technologie basieren, muss bei Antritt der Fahrt „check in“ gemacht werden, während die Angabe der Zielhaltestelle entweder bei Antritt der Fahrt oder mittels „check out“ beim Aussteigen erfolgt. Die letzte in einem Zugbahnhof durchgeführte Entwertung kann im selben Bahnhof innerhalb von 45 Minuten annulliert werden.

7. Wenn die Zielhaltestelle laut Absatz 6 Buchstabe b) nicht angegeben wird, wird der Tarif, der der Gesamtstrecke der entsprechenden Kursfahrt entspricht, abgebucht. Im Falle von Zügen entspricht das der Strecke Mals – Innichen, außer in den Fällen, in denen es technisch möglich ist, die Details der durchgeführten Fahrt zu rekonstruieren.

8. Um den Zutritt zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erleichtern, werden an Bord der Überlandbusse Einzelfahrkarten, Wertkarten sowie Tageskarten für die Beförderung von Fahrrädern ausgegeben.

9. Auf den Zügen des Landes Südtirol gelten auch die regulären überregionalen, nationalen und internationalen Fahrscheine, die von in Südtirol tätigen Unternehmen oder von anderen Betreibern ausgestellt werden, sofern entsprechende Vereinbarungen mit dem Land Südtirol abgeschlossen und vom zuständigen Landesrat genehmigt sind.

10. Für alle namentlichen Fahrscheine wie Südtirol Pass, Euregio FamilyPass, Südtirol Pass abo+, Südtirol Pass65+, Südtirol Pass free und Schulpass kann um ein Duplikat gegen Zahlung einer Verwaltungsgebühr von 20 Euro angesucht werden.

ABSCHNITT II
FAHRAUSWEISE MIT KILOMETERTARIF

Artikel 5
Einzelfahrkarte

1. Die Einzelfahrkarte gilt auf allen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Südtirol und über das Verbundsystem hinaus auf den mit Vereinbarung laut Artikel 1 Absatz 2 genehmigten Verkehrsmitteln und –linien.

2. Der Fahrpreis für Einzelfahrkarten beträgt 15 Cent pro Tarifkilometer laut Übersicht der Landestarifzonen, aufgerundet auf die nächsten 50 Cent.

3. Die Einzelfahrkarte für Tarifzonenfahrten kostet 1,50 Euro.

4. Auf Seilbahnen und fest installierten Anlagen werden Einzelfahrkarten für die einfache Fahrt sowie für die Hin- und Rückfahrt zu folgenden Preisen ausgegeben:

Rittner Seilbahn: 6 Euro für die einfache Fahrt, 10 Euro für die Hin- und Rückfahrt,

Rittner Trambahn: 3,50 Euro für die einfache Fahrt, 6 Euro für die Hin- und Rückfahrt

Rittner Seil- und Trambahn: 9 Euro für die einfache Fahrt, 15 Euro für die Hin- und Rückfahrt,

Mendelstandseilbahn: 6 Euro für die einfache Fahrt, 10 Euro für die Hin- und Rückfahrt,

Seilbahn Jenesien: 3 Euro für die einfache Fahrt, 5 Euro für die Hin- und Rückfahrt.

5. Einzelfahrkarten können innerhalb von zwei Monaten ab Ausstellungsdatum verwendet werden und haben folgende Gültigkeit:

a) auf Überlandlinien drei Stunden ab der ersten Entwertung;

b) für Tarifzonenfahrten 60 Minuten ab der ersten Entwertung;

c) bei Hin- und Rückfahrkarten muss die Hin- und Rückfahrt am selben Tag erfolgen.

6. Überregionale Einzelfahrkarten für Zugfahrten können bis zu einem Monat vor dem Tag der Benützung ausgestellt werden und sind vier Stunden ab der Entwertung gültig.

7. Die Einzelfahrkarte und die Tageskarte für die Beförderung eines Fahrrades können, bei einem Aufpreis von insgesamt 5 Euro, im Zug gelöst werden, sofern sich der Fahrgast beim Einsteigen in den Zug unvermittelt an den Zugführer wendet. Die Fahrkarten können ohne Aufpreis gelöst werden, wenn der Fahrgast in einem Bahnhof oder einer Zughaltestelle einsteigt, die nicht mit einem Fahrkartenschalter oder Fahrkartenautomaten ausgerüstet ist.

Artikel 6
Wertkarte

1. Die Wertkarte ist eine übertragbare Fahrkarte und gilt auf allen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Südtirol und über das Verbundsystem hinaus auf den mit Vereinbarung laut Artikel 1 Absatz 2 genehmigten Verkehrsmitteln und –linien.

2. Die Wertkarte kann gleichzeitig von mehreren Fahrgästen für dieselbe Strecke benutzt werden, wobei die Entwertung entsprechend oft durchzuführen ist.

3. Die Wertkarte gilt zwei Jahre ab dem Datum der ersten Entwertung.

4. Der Fahrpreis für die Wertkarte beträgt 12 Cent pro Tarifkilometer laut Übersicht der Landestarifzonen, aufgerundet auf den nächsten Cent.

5. Wertkarten sind im Wert von 10, 25 und 50 Euro erhältlich.

Artikel 7
Südtirol Pass

1. Der Südtirol Pass ist ein namentlicher, nicht übertragbarer Fahrausweis und gilt auf allen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Südtirol und über das Verbundsystem hinaus auf den mit Vereinbarung laut Artikel 1 Absatz 2 genehmigten Verkehrsmitteln und –linien

2. Der Südtirol Pass kann von allen Personen, angefordert werden, die in einem Mitgliedsstaat der EU oder in der Schweiz ansässig sind oder in Südtirol arbeiten, zur Schule gehen oder studieren. Der Nachweis über den Besuch einer privaten Bildungseinrichtung und über die Arbeitstätigkeit bei nicht öffentlichen Einrichtungen kann mittels geeigneter Bescheinigung erbracht werden.

3. Für die Ausstellung des Südtirol Pass wird eine Gebühr von 20 Euro berechnet.

4. Der Fahrpreis für den Südtirol Pass hängt von den in einem Jahr gefahrenen Tarifkilometern ab, die auf dem Kilometerkonto des Inhabers gutgeschrieben werden. Der Fahrpreis wird aufgrund folgender Tarifstufen berechnet:

a) 1 bis 1.000 km: 12 Cent pro Tarifkilometer,

b) 1.001 bis 2.000 km: 8 Cent pro Tarifkilometer,

c) 2.001 bis 10.000 km: 3 Cent pro Tarifkilometer,

d) 10.001 bis 20.000 km: 2 Cent pro Tarifkilometer,

e) ab 20.001 km: 0 Cent pro Tarifkilometer.

5. Die Bezahlung des Fahrpreises wird aufgrund eines mit dem Betreiber des Tarifsystems abzuschließenden Vertrages definiert. Sie kann wie folgt erfolgen:

a) durch Aufladen eines virtuellen Kontos: Von diesem wird der für die jeweilige Fahrt geschuldete Betrag abgezogen. Falls der Restwert für den erforderlichen Fahrpreis nicht ausreicht, kann die Fahrt zu Ende geführt werden. Der geschuldete Betrag wird beim nächsten Aufladen des Kontos abgerechnet. Der Mindestbetrag für jeden Aufladevorgang beträgt 20 Euro;

b) durch einen Dauerauftrag an die Bank: der für die durchgeführten Fahrten geschuldete Betrag wird vom Bankkonto des Fahrgastes, nach den im Vertrag festgelegten Modalitäten, abgebucht.

6. Der Südtirol Pass ist ein Jahr ab der ersten Entwertung gültig. Die Gültigkeit wird, sofern die Voraussetzungen laut Absatz 2 gegeben sind, automatisch für jeweils ein Jahr verlängert, wenn der Fahrausweis innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit entwertet wird. Dabei wird das jährliche Kilometerkonto auf Null gesetzt. Der Fahrausweis wird deaktiviert, wenn er nicht innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit verlängert wird.

7. Wer die Laufzeit des Südtirol Pass nicht verlängern möchte, kann innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit die Rückerstattung der nicht genützten Beträge beantragen, wobei der Fahrausweis abzugeben ist.

Artikel 8
Euregio FamilyPass

1. Für Familien in Südtirol mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren wird der Südtirol Pass als Euregio FamilyPass zu einem ermäßigten Kilometertarif angeboten:

a) 1 bis 1.000 km: 10 Cent pro Tarifkilometer;

b) 1.001 bis 2.000 km: 7 Cent pro Tarifkilometer;

c) 2.001 bis 10.000 km: 2 Cent pro Tarifkilometer;

d) 10.001 bis 20.000 km: 2 Cent pro Tarifkilometer;

e) ab 20.001 km: 0 Cent pro Tarifkilometer.

2. Gegen Vorlage einer Ersatzerklärung, aus der hervorgeht, dass es sich um eine Familie laut Absatz 1 handelt, kann der EuregioFamilyPass für jedes in Südtirol ansässige anspruchsberechtigte Familienmitglied beantragt werden. Anspruchsberechtigt sind die Erziehungsberechtigten und die minderjährigen Kinder selbst.

ABSCHNITT III
ZEITKARTEN

Artikel 9
Südtirol Pass abo+

1. Der Südtirol Pass abo+ ist ein namentlicher, nicht übertragbarer Fahrausweis und gilt auf allen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Südtirol sowie auf den Regionalzügen bis Trient.

2. Der Südtirol Pass abo+ ist vom 1. September bis zum 15. September des darauf folgenden Jahres gültig.

3. Anspruch haben Kinder und Jugendliche, die im Jahr der Gesuchstellung das 27. Lebensjahr nicht vollenden und zu einer der folgenden Kategorien zählen:

a) Kinder und Jugendliche, die in Südtirol ansässig sind und in Südtirol oder außerhalb Südtirols eine Schule besuchen oder ein Studium absolvieren;

b) Kinder und Jugendliche, die nicht in Südtirol ansässig sind, aber dort eine Schule besuchen oder ein Studium absolvieren;

c) Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einer Grundausbildung im Sozialbereich.

4. Schülerinnen und Schüler der Grund-, Mittel- und Oberschule, Vollzeitschüler der Berufsschule, Lehrlinge, die im Jahr der Gesuchstellung das 18. Lebensjahr nicht vollenden, sowie Personen, die eine Grundausbildung im Sozialbereich in Vollzeit absolvieren, erhalten den Südtirol Pass abo+ zum Jahrestarif von 20 Euro.

5. Studierende, volljährige Lehrlinge, Abendsschüler sowie Personen, die an einer berufsbegleitenden Grundausbildung im Sozialbereich teilnehmen, erhalten den Südtirol Pass abo+ zum Jahrestarif von 150 Euro.

6. Der Südtirol Pass abo+ kann vom 1. Mai bis zum 31. Dezember des Jahres der Gesuchsstellung und bis zum 28. Februar des darauf folgenden Jahres ausschließlich online beantragt werden.

7. Eventuelle Einschreibungen von schulpflichtigen Schülerinnen und Schülern, die nach dem 28. Februar erfolgen, werden von der jeweiligen Schule an das zuständige Landesamt zwecks Überprüfung und Eingabe des Ansuchens weitergeleitet.

8. Wer im Sinne der bestehenden Regelungen zur Beförderung mit Schülerverkehrsdiensten zugelassen ist oder Anrecht auf Schülerbeförderung im Liniendienst hat, erhält den Fahrausweis „Schulpass“ zum Jahrestarif von 20 Euro. Bei Ausstellung von zwei Fahrausweisen (Schulpass und Südtirol Pass abo+) muss der Tarif von 20 Euro nur einmal entrichtet werden. Schülerinnen und Schüler mit Behinderung erhalten den Schulpass kostenlos.

Artikel 10
Südtirol Pass 65+

1. Der Südtirol Pass 65+ ist ein namentlicher, nicht übertragbarer Fahrausweis und gilt auf allen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Südtirol sowie auf den Regionalzügen bis Trient.

2. In Südtirol ansässige Personen können den Südtirol Pass 65+ zu den folgenden Bedingungen und Tarifen beantragen:

a) ab dem vollendeten 65. Lebensjahr für einen Jahrestarif von 150 Euro;

b) ab dem vollendeten 70. Lebensjahr für einen Jahrestarif von 75 Euro, welcher stufenweise laut Artikel 25 Absatz 1 eingeführt wird;

c) ab dem vollendeten 75. Lebensjahr für einen Jahrestarif von 20 Euro.

3. Der Südtirol Pass 65+ ist ein Jahr ab Ausstellungsdatum gültig. Der Fahrausweis kann nach Bezahlung des für die jeweilige Altersstufe vorgesehenen Tarifs für jeweils ein weiteres Jahr verlängert werden.

Artikel 11
Mobilcard und museumobil Card

1. Die Mobilcard ist eine persönliche, nicht übertragbare Fahrkarte, die innerhalb des Gültigkeitszeitraums eine unbegrenzte Anzahl von Fahrten ermöglicht. Der Gültigkeitszeitraum beginnt mit dem Datum der ersten Entwertung.

2. Die Mobilcard gilt auf allen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Südtirol sowie auf den Regionalzügen bis Trient.

3. Die Mobilcard gibt es als 1-Tages, 3-Tages- und 7-Tages Karte für Erwachsene und als Juniorkarte für Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren zu den unten angeführten Preisen:.

a) Mobilcard 1 Tag: 15 Euro, Junior 7,50 Euro,

b) Mobilcard 3 Tage: 23 Euro, Junior 11,50 Euro,

c) Mobilcard 7 Tage: 28 Euro, Junior 14 Euro.

4. Die museumobil Card ist eine persönliche, nicht übertragbare Fahrkarte, die zusätzlich zur Leistung der Mobilcard den Besuch von Museen, Sammlungen und Ausstellungsorten ermöglicht. Der Gültigkeitszeitraum beginnt mit dem Datum der ersten Entwertung.

5. Die museumobil Card gibt es als 3-Tages- und 7-Tages Karte für Erwachsene und als Juniorkarte für Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren zu den unten angeführten Preisen:

a) museumobil Card 3 Tage: 30 Euro, Junior 15 Euro;

b) museumobil Card 7 Tage: 34 Euro, Junior 17 Euro.

6. Die Einnahmen aus dem Verkauf der museumobil Card werden nach von den in den Bereichen Mobilität und Museen zuständigen Landesräten festgelegten Modalitäten auf die Abteilungen Mobilität und Museen aufgeteilt.

7. Die Leistungen der Mobilcard und der museumobil Card können nach vom zuständigen Landesrat festzulegenden Modalitäten und Tarifen in Gästekarten integriert werden. Die entsprechenden Einnahmen werden nach von den in den Bereichen Mobilität und Museen zuständigen Landesräten festgelegten Modalitäten auf die Abteilungen Mobilität und Museen aufgeteilt.

Artikel 12
Tageskarte für Stadtdienste

1. Die Tageskarte für Stadtdienste zum Preis von 4 Euro kann auf den Stadtbussen innerhalb der Tarifzonen Bozen und Meran benützt werden.

ABSCHNITT IV
BESONDERE FAHRKARTEN UND TARIFE

Artikel 13
Zeitlich und räumlich begrenzte Fahrscheine

1. Der zuständige Landesrat kann für bestimmte Gebiete und für Dienste, die gemäß Artikel 25 des Landesgesetzes vom 23.November 2015, Nr. 15, eingerichtet werden, besondere Tarife und Fahrscheine und besondere Verfahren für ihre Benützung festlegen.

Artikel 14
Gruppenfahrkarte

1. Für Gruppen von mindestens zehn Personen, die gemeinsam fahren, kann eine Gruppenfahrkarte ausgestellt werden.

2. Der Fahrpreis entspricht jenem der Wertkarte, mit einem Abschlag von 20%, aufgerundet auf die nächsten 0,50 Euro.

3. Für Tarifzonenfahrten werden keine Gruppenfahrkarten ausgestellt.

Artikel 15
Beförderung von Fahrrädern

1. Begrenzt auf den im Beförderungsmittel zur Verfügung stehenden Platz, und vorausgesetzt, dass die Sicherheit des Transportes und die Nutzung des Dienstes seitens der anderen Fahrgäste nicht beeinträchtigt wird, werden Fahrräder zu folgenden Tarifen befördert:

a) Tagestarif von 3,50 Euro für Inhaber der Fahrscheine Südtirol Pass, Euregio FamilyPass und der mit Zahlungsfunktion ausgestatteten Fahrscheine laut Artikel 4 Absatz 5,

b) Tageskarte zum Tarif von 7 Euro für die Inhaber aller anderen Fahrscheine.

Artikel 16
Kostenlose Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel

1. Die kostenlose Beförderung im Sinne dieses Artikels bezieht sich auf alle Verkehrsmittel des Verkehrsverbundes Südtirol und die Regionalzüge bis Trient.

2. Kinder unter sechs Jahren, sowie in Südtirol ansässige Kinder die zwar älter als sechs Jahre sind, aber noch nicht die Schule besuchen, werden kostenlos und ohne Fahrschein befördert. Sie dürfen öffentliche Verkehrsmittel nur in Begleitung einer volljährigen Person benützen.

3. Blinde und sehbehinderte Personen können die öffentlichen Verkehrsmittel gegen Vorweisen eines entsprechenden Ausweises kostenlos benutzen.

4. In Südtirol ansässige Personen mit einer Zivilinvalidität von mindestens 74%, in Südtirol ansässige Gehörlose, oder in Südtirol ansässige Personen mit einer anderen Invaliditätskategorie als der Zivilinvalidität, welche gemäß Beschluss der Landesregierung Nr. 3755 vom 09.10.2000 mit dem Zivilinvaliditätsgrad von 100 Prozent gleichgestellt sind und in Südtirol ansässige Personen, die wegen einer dauernden körperlichen Behinderung den Entwertungsvorgang nicht durchführen können, dürfen die öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Fahrausweis „Südtirol Pass free“ kostenlos benutzen.

5. Schüler und Schülerinnen, die an kulturellen Austausch- oder humanitären Initiativen mit Schulen oder anderen Institutionen in Südtirol teilnehmen, können die öffentlichen Verkehrsmittel, beschränkt auf die Dauer des Aufenthaltes kostenlos benützen. Das Amt für Personenverkehr stellt eine Fahrermächtigung aus, aus dem der Zeitraum, in dem der Dienst beansprucht wird, ersichtlich ist.

6. Zivil- und Sozialdienstleistende im Sinne des Landesgesetzes vom 19.11.2012, Nr. 19, sowie Personen, die den staatlichen Zivildienst im Sinne des Gesetzes 64/2001 leisten, können gegen Vorweisen des Zivil- oder Sozialdienstpasses die öffentlichen Verkehrsmittel für die Dauer des Zivil- bzw. Sozialdienstes kostenlos benützen.

7. Die Ordnungskräfte können die öffentlichen Verkehrsmittel in Ausübung ihres Dienstes, auch in Zivilkleidung, kostenlos benutzen.

8. Die Angehörigen der Streitkräfte können, in Ausübung ihres Dienstes und vorausgesetzt, dass sie die Uniform tragen, die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos benutzen.

9. Jugendliche, die in Südtirol das freiwillige soziale Jahr oder den Europäischen Freiwilligendienst im Sinne der einschlägigen Norm absolvieren, können die öffentlichen Verkehrsmittel beschränkt auf die Dauer des Freiwilligendienstes kostenlos benützen. Das Amt für Personenverkehr stellt eine Fahrermächtigung aus, aus dem der Zeitraum, in dem der Dienst beansprucht wird, ersichtlich ist.

Artikel 17
Von Staatsgesetzen vorgesehene Ermäßigungen

1. Auf den Eisenbahndiensten in der Zuständigkeit des Landes Südtirol werden Fahrscheine anerkannt, die eine von italienischen Staatsgesetzen vorgesehene Ermäßigung beinhalten und von in Südtirol tätigen Unternehmen oder von anderen Betreibern ausgestellt werden. Die Ermäßigungen betreffen:

a) die Begleitperson von Blinden und Sehbehinderten (Concessione Speciale III),

b) in Italien ansässige Kriegsversehrte und Kriegsinvaliden, sowie deren Begleitperson (Concessione Speziale VIII),

c) in Italien ansässige Personen mit Behinderung (Carta Blu),

d) die Fahrten zu Wahlen für in Italien ansässige Wähler.

ABSCHNITT V
RÜCKERSTATTUNGEN UND ENTSCHÄDIGUNGEN

Artikel 18
Übertragungen und Rückerstattungen

1. Unleserliche Fahrkarten können durch neue desselben Typs ersetzt werden, deren Wert dem Restbetrag der unleserlichen Fahrkarten entspricht.

2. Einzelfahrkarten, die nicht benutzt worden sind, sowie abgelaufene Wertkarten können innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit bei den ermächtigten Fahrkartenschaltern rückerstattet werden, wenn der Betrag 10 Euro oder mehr ausmacht. Für Beträge unter 10 Euro ist die Übertragung der Restsumme auf eine Wertkarte innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit möglich.

3. Falls der Fahrgast nachweislich zu Unrecht einen bestimmten Fahrpreis bezahlt hat, wird der entsprechende Betrag in Form einer Wertkarte rückerstattet oder auf dem Südtirol Pass gutgeschrieben. Wenn der Betrag 10 Euro oder mehr ausmacht, kann der Fahrgast um die Rückzahlung des Betrages ansuchen.

4. Falls, in Folge von unvorhersehbaren Vorfällen oder Situationen, die nicht dem Verkehrsunternehmen zuzuschreiben sind, eine Fahrt nicht durchgeführt oder nicht abgeschlossen wird, hat der Fahrgast in der Regel weder Anrecht auf Rückerstattung des Fahrpreises noch auf Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Fahrkarte.

Artikel 19
Fahrpreisentschädigung bei Verspätungen im Eisenbahnverkehr

1. In Einhaltung der Verordnung EU 1371/2007, kann der Fahrgast bei Verspätungen um eine Fahrpreisentschädigung nach den vom Eisenbahnunternehmen bekannt gegebenen Entschädigungsbedingungen ansuchen, wenn er zwischen dem auf der Fahrkarte angegebenen Abfahrts- und Zielort eine Verspätung von über 60 Minuten erleidet und keine Rückerstattung im Sinne des Artikels 18 Absatz 3 erfolgt ist. Die Entschädigung beträgt 25 Prozent des Preises der Fahrkarte bei einer Verspätung von 60 bis 119 Minuten und 50 Prozent des Preises der Fahrkarte ab einer Verspätung von 120 Minuten.

2. Die Entschädigung wird ausschließlich auf Fahrkarten gewährt, aus denen der Abfahrts- und Ankunftsort ersichtlich sind.

3. Für Beträge unter 4 Euro werden keine Entschädigungszahlungen vorgenommen.

4. Der Fahrgast hat keinen Anspruch auf Entschädigung, wenn er bereits vor dem Kauf der Fahrkarte über eine Verspätung informiert wurde oder wenn bei seiner Ankunft am Zielort die Verspätung aufgrund der Fortsetzung der Reise mit einem anderen Verkehrsdienst oder mit geänderter Streckenführung weniger als 60 Minuten beträgt.

ABSCHNITT VI
BENUTZUNGSBEDINGUNGEN DER DIENSTE

Artikel 20
Rechte und Pflichten der Fahrgäste

1. Der Fahrgast hat Anrecht auf Beförderung, sobald er in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigt und im Besitze eines gültigen Fahrscheines ist.

2. Der Fahrgast wartet im Haltestellenbereich und weist mit einem Handzeichen darauf hin, dass er in den heranfahrenden Bus einsteigen möchte.

3. Der Fahrgast ist für die Aufbewahrung des Fahrscheines verantwortlich, wobei vor allem Umstände zu vermeiden sind, die die enthaltenen Daten unleserlich machen könnten.

4. Persönliche Fahrausweise müssen auf Verlangen des Busfahrers oder des Kontrollpersonals gemeinsam mit einem gültigen Personalausweis vorgewiesen werden. Kinder und Jugendliche, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind von dieser Bestimmung ausgenommen. Für sie genügt es, den Fahrausweis vorzuweisen.

5. Die Fahrgäste sind verantwortlich für von ihnen verursachte Schäden an Fahrzeugen, an Dritten und an Gegenständen.

6. Die Sitzplätze sind vorrangig Menschen mit Behinderung, schwangeren Frauen, Senioren und Fahrgästen mit Kleinkindern vorbehalten. Für Menschen mit Behinderung müssen auf den Bussen mindestens drei Sitzplätze in der Nähe der Ausgangstür reserviert und der Zustieg durch die Ausgangstür erlaubt werden.

7. Nicht zur Beförderung zugelassen sind Personen, die sich weigern, die Ordnungs- und Sicherheitsvorschriften des Dienstes anzuerkennen; die die Anstandsregeln verletzen; die die anderen Fahrgäste stören; die dem Beruf des Verkäufers, Sängers, Musikanten oder Ähnlichem an Bord der Fahrzeuge nachgehen. Sollten die oben genannten Vorschriften nicht beachtet werden und die Umstände eine Fortsetzung der Fahrt für nicht ratsam erscheinen lassen, können der Busfahrer oder das Kontrollpersonal den Eingriff der Ordnungskräfte anfordern.

8. Falls Fahrgäste durch ihr Verhalten Schäden am Fahrzeug verursachen oder die Sicherheit und Regelmäßigkeit des Dienstes beinträchtigen, haben der Kontrolleur oder der Busfahrer das Recht, unangefochten und nach eigenem Ermessen, den Fahrschein einzuziehen, wenn es sich um einen persönlichen Fahrausweis handelt und, im Falle von volljährigen Personen, die Fortsetzung der Fahrt zu verwehren. Das zuständige Amt legt den Zeitraum des Fahrausweisentzuges fest, der von mindestens einem Monat bis zu höchstens einem Jahr betragen kann. In diesem Zeitraum kann weder um einen neuen Fahrausweis noch um ein Duplikat angesucht werden.

9. Die Fahrgäste müssen sich an die Anweisungen des Dienstpersonals halten.

Artikel 21
Beförderung von Personen im Rollstuhl und von Kleinkindern im Kinderwagen

1. Die Beförderung von Personen im Rollstuhl und von Kleinkindern im Kinderwagen ist in öffentlichen Verkehrsmitteln mit eigens angebrachten Hinweisen und vereinbar mit dem zur Verfügung stehenden Platz zugelassen.

2. An Bord der Fahrzeuge müssen sowohl Rollstühle als auch Kinderwagen an dem eigens dafür vorgesehenen Platz abgestellt und während der Fahrt gesichert werden.

3. Wenn der im Autobus für Rollstühle und Kinderwagen vorgesehene Platz bereits besetzt ist, darf aus Sicherheitsgründen kein weiterer Fahrgast mit Rollstuhl oder Kinderwagen zusteigen, da auf jeden Fall das ungehinderte Ein- und Aussteigen aller Fahrgäste gewährleistet sein muss.

4. Kleinkinder im Kinderwagen können nur unter Aufsicht einer Begleitperson befördert werden.

Artikel 22
Beförderung von Gepäck und Gegenständen

1. Der Fahrgast kann an Bord der Fahrzeuge Gepäckstücke und Gegenstände in Anzahl und Größe, welche die Sicherheit des Transportes und die Nutzung des Dienstes seitens der anderen Fahrgäste nicht beeinträchtigen, und vereinbar mit dem zur Verfügung stehenden Platz, mit sich führen.

2. Die Gepäckstücke und Gegenstände stehen unter der Aufsicht und Verwahrung des Fahrgastes, der alle notwendigen Vorkehrungen unter Berücksichtigung der Art der Fahrt und des Zuflusses an Fahrgästen treffen muss. Auf jeden Fall ist es verboten, mit den zu befördernden Gegenständen die Sitze zu belegen oder die Zugangstüren zu behindern.

3. Die Beförderung von Gepäck, Kinderwagen, Rollstühlen, Skiern, Snowboards, Rodeln, zusammengeklappten Faltfahrrädern, Einrädern und Kinderfahrrädern unter 20 Zoll, ist kostenlos.

Artikel 23
Beförderung von Tieren

1. Unter Verantwortung des Fahrgastes können Tiere, vereinbar mit dem zur Verfügung stehenden Platz, zur Beförderung zugelassen werden.

2. Blindenhunde und Kleintiere, die im Arm gehalten werden oder in einem Käfig oder Behälter mit den Maßen von höchstens 70 x 30 x 50 cm befördert werden können, werden kostenlos befördert. Alle anderen Tiere können mit einem der folgenden Fahrscheine befördert werden:

a) Einzelfahrkarte,

b) Mobilcard zum Tarif der Juniorkarte für die entsprechende Gültigkeitsdauer,

c) Südtirol Pass zum Tarif des Südtirol Pass Inhabers.

d) Südtirol Pass abo+ und Südtirol Pass 65+ mit Zahlungsfunktion für zusätzliche Dienste zum Kilometertarif der Einzelfahrkarte.

3. Vom Fahrgast müssen alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen und das notwendige Zubehör mitgeführt werden, um Schäden oder die Störung der Fahrgäste zu vermeiden.

4. Hunde müssen an der Leine geführt werden und dürfen keine Sitzplätze besetzen. Sie werden, mit Ausnahme der Hunde kleiner Rassen, nur mit Maulkorb befördert. Blindenhunde dürfen ohne Maulkorb befördert werden, außer wenn Fahrgäste oder der Lenker des Fahrzeugs ausdrücklich verlangen, dass der Maulkorb angelegt wird.

Artikel 24
Probleme mit Fahrausweisen

1. Bei Vorliegen eines beschädigten Fahrscheines, muss der Fahrgast vor Antreten der Fahrt einen regulären Fahrschein erwerben.

2. Im Falle eines unbeschädigten Fahrscheines, der nicht entwertet werden kann, gilt folgende Regelung:

a) bei Contactless Fahrausweisen, deren Fahrpreis unabhängig von den gefahrenen Kilometern definiert wird (Südtirol Pass abo+, Südtirol Pass 65+, Südtirol Pass free), kann der Fahrgast die angetretene Fahrt beenden, muss aber unverzüglich den Nachdruck des Ausweises beantragen,

b) bei Contactless Fahrausweisen mit Fahrpreis auf Kilometerbasis (Südtirol Pass, Euregio FamilyPass) muss der Fahrgast vor Antreten der Fahrt einen regulären Fahrschein erwerben. In diesem Fall kommt Artikel 18 Absatz 3 zur Anwendung,

c) Magnetfahrscheine, deren Fahrpreis unabhängig von den gefahrenen Kilometern definiert wird (Tageskarte für Fahrräder, Tageskarte für Stadtdienste), sind bis zum Ablaufdatum, das auf der Karte aufgedruckt ist, gültig,

d) bei Magnetfahrscheinen mit Fahrpreis auf Kilometerbasis (Einzelfahrkarte und Wertkarte) muss der Fahrgast vor Antreten der Fahrt einen regulären Fahrschein erwerben. In diesem Fall kommt Artikel 18 Absatz 1 zur Anwendung,

e) Mobilcard und museumobil Card, sowie Gästekarten laut Artikel 11 Absatz 6, sind an dem Tag, an dem die Karte als unleserlich gekennzeichnet wird, gültig. Für den restlichen Gültigkeitszeitraum muss der Fahrschein mit einem Duplikat laut Absatz 3 ersetzt werden.

3. Im Falle eines unbeschädigten, aber aufgrund eines technischen Defekts oder wegen Materialermüdung nicht funktionierenden Fahrausweises wird kostenfrei ein Duplikat ausgestellt.

Artikel 25
Übergangsbestimmungen

1. Der Jahrestarif Südtirol Pass 65+ im Ausmaß von 75 Euro laut Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe b) wird stufenweise eingeführt. Ab dem Jahr 2015 bis zum Jahr 2020 bezahlen die ab dem Jahr 1945 geborenen Personen 75 Euro, während die älteren Personen (d.h. alle vor dem Jahr 1945 geborenen Personen) den Südtirol Pass 65+ zum Preis von 20 Euro erhalten.

2. Bis zur Implementierung des Euregio FamilyPass bleiben die in der Anlage A zum Beschluss der Landesregierung Nr. 1336 vom 11.11.2014 enthaltenen Bestimmungen zum Südtirol Pass family aufrecht.

3. Nach Implementierung des Euregio FamilyPass kann der Fahrausweis Südtirol Pass family nicht mehr neu beantragt werden. Bestehende Fahrausweise Südtirol Pass family, für die nicht der Austausch mit dem Euregio FamilyPass beantragt wird, behalten bis zur Fälligkeit ihre Gültigkeit.

 

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